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Freitag, 1. Oktober 2010

Elliott Burford is Spam

Der in Australien geborene Designer Elliott Burford lässt sich seit 2009 von Spam-Emails zu kleinen Zeichnungen inspirieren, die er 2010 schließlich auch zu einer Ausstellung und einer Publikation (im Selbstverlag) arrangierte.
Während er in den Zeichnungen nur die Titel der Spammails verarbeitete, nutzte er den eigentlichen Content für eine flankierende Audioproduktion, die Texte der Spammails verlautbarte. Der Einsatz von Comuterstimmen und frei verfügbarer Text-to-Audio-Software überzeichnete den Charakter von Spam, der, nach Auffassung des Künstlers, auf das Prinzip "Technik" als "Creator" und "Projektor" zurückzuführen ist. Seine akkustischen Arbeiten stehen damit in der Tradition von SPAMBOX und SPAMRADIO, die ebenfalls mit der Umsetzung von Textnachrichten in Audiotracks experimentierten und die akustischen Spuren des digitalen Zeitalters nachzuzeichen versuchten.



Audio Spam (Sample) by Elliott Burford



Bildquelle: http://www.elliottburford.com

Freitag, 17. September 2010

Perlen des Spam - Nicoals Mahler und der Comic-Spam

Der österreichische Comiczeichner Nicoals Mahler zeichnet für österreichische, deutsche und Schweizer Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Seit 2006 ist Mahler den deutschen Lesern durch seine Veröffentlichungen im Satiremagazin Titanic bekannt. Im SPAM-Kontext ist auf eine 2009 publizierte Veröffentlichung zu verweisen:
„SPAM“, Berlin 2009 (Reprodukt Verlag, ISBN 978-3-941099-17-3).
Aus einer Sammlung von 15.000 Spam-Mails hat Nicolas Mahler die besten Textvorlagen für seine Cartoons ausgewählt. Scheinbar mühelos gelingt es ihm, bekannten Figuren durch einen neuen Blickwinkel ein Höchstmaß an Komik abzugewinnen. Online flankiert Mahler seine Publikation mit einem Blog, auf dem nicht nur die Cartoons aus dem Buch, sondern auch Variationen zu "SPAM" sowie unveröffentlichte Zeichnungen präsentiert werden: "Ich finde [Spam-Mails] sprachlich sehr reizvoll und oft erstaunlich gut geschrieben. In ihnen sehe ich immer wieder neue sprachliche Ausformungen für die ewig gleichen Motive. Einen Spam-Ordner durchzulesen ist natürlich sehr monoton, aber dazwischen findet man richtige Perlen. Das ist auch nicht anders als bei großen Kunstwerken, wo man gewisse Längen absitzen muss, um dann plötzlich zur Essenz zu gelangen." (Nicolas Mahler, Interview in der Süddeutschen Zeitung)












Bildquelle: http://mahlermuseum.blogspot.com/